Doch nun erst einmal etwas zu unserem letzten gemeinsamen freien Tag:
Da sonntags nur sehr wenige Geschäfte in der Innenstadt von Paris geöffnet haben, entschieden wir uns kurzerhand für ein Kultur- und Entspannungsprogramm in Versailles. Nach 2 Stunden Anreise (inklusive RER Ersatzverkehr via Bus) erreichten wir das gigantische Schloss Ludwigs XIV. Natürlich war auch hier der Eintritt frei und wir konnten uns das stundenlange Anstehen ersparen.
Treffender lassen sich kaum Worte finden, wie die von Marco Polo: „Kaum irgendwo anders ist ein Herrschaftsgedanke so konsequent und beeindruckend und dennoch so geschmacksvoll und harmonisch wie in Versailles umgesetzt worden“.
Durch das Schloss schoben wir uns mit einer Unzahl von Menschen an den prunkvollen Gemächern des Sonnenkönigs und des Hofstaates (damals ca. 20 000 Menschen!) vorbei. Ein Besuch im historischen Spiegelsaal, Unterzeichungsort des Versailler Vertrags 1919, durfte natürlich nicht fehlen.
Doch die Wärme und die vielen Menschen zwangen uns regelrecht das Kulturprogramm kürzer zu fassen und schnell das Weite in den riesigen Gärten zu suchen. Hinzu kam noch, dass genau um diese Zeit die wunderschönen musikalischen Wasserspielen „Grandes Eaux Musicals“ einen beeindruckenden Rahmen für eine Erkundungstour durch die Gärten boten. Bei klassischer Musik schlenderten wir – oder eher flanierten wir – zurück versetzt in Glanz und Pomp der damaligen Zeit, durch die Gärten. Vorbei an vielen prachtvollen Springbrunnen, Statuen, Pavillons, Alleen...
Auf dem Rückweg von Versailles legten wir noch einen kleinen Zwischenstopp in Paris ein. Entlang der Seine bummelten wir an viiielen kleinen Geschäften mit tollen Souvenirs vorbei und ließen den Abend gemütlich ausklingen.
Flo durfte leider schon wieder am Montag das Pommeszepter in die Hand nehmen. Start war für ihn war aber erst gegen 16 Uhr, sodass wir einen kleinen Abstecher ins nahegelegen Outlet unternahmen. Ja und was macht man im Hochsommer in einem Outlet? Richtig man kauft sich eine Snowboardjacke…*no comment*
Jule fuhr danach mit einer Freundin (Martina) nach Paris und schaute sich Arc de Triumphe, Champs-Elsyée, Louvre, Notre Dame und Centre Pompidou (manches auch zum zweiten Mal) an. Ein sehr lustiger und schöner Nachmittag, bei dem wir feststellten, dass wir sehr viele Gemeinsamkeiten haben (ihr Bruder studiert beispielsweise auch am HPI).
Man sollte auch hier anmerken, dass Flo am letzten Donnerstag mit zwei äußerst attraktiven Frauen und Paul ( ) allein schon in Paris war. Das soll heißen, dass wir eher wenige Tage gemeinsam verbringen können und nun jeder versucht das Beste aus den Tagen zu machen.
Für Flo ist das Finden von SchicksalsteilerINNEN hier kein Problem. Frauen über Frauen, die auch noch zufälligerweise immer mit ihm frei haben. Für Jule stellt sich dieser Aspekt etwas erschwert dar, da die männliche Garde eher aus Andersgepolten besteht…
Neben dem Problem mit den freien Tagen, sind auch derzeit unsere Arbeitszeiten mehr als bescheiden. Jule startet um 10 Uhr und ist bis 18 Uhr aktiv. Hingegen beginnt für Flo erst 16 Uhr sein Arbeitstag und muss bis 23:30 durchhalten (zusätzlich je noch eine Stunde für Hin- und Rückweg). Das heißt mehr als ein Gute Nacht und Guten Morgen ist derzeit nicht drin…
Aber wir wollen uns nicht beklagen, denn wir werden ja schließlich noch ein paar Tage Urlaub an unseren Aufenthalt hinan hängen, die wir dann beruhigt gemeinsam verbringen können.
Das soweit von uns.
Eure beiden Mickeymäuse