Donnerstag, 13. August 2009

Der Alltag hat uns eingeholt…

...man glaubt es kaum, aber es ist schon bald Halbzeit. Es kommt einem vor, als wäre noch nicht wirklich viel passiert. Flo fertigt täglich seine Pommes und wendet Burger. Jule dagegen verkauft die produzierte Waren- vor allem Fastfood (Pommes, Cola, Eis, Hot Dogs und verschiedenste Menüs in einem der beiden Restaurants). Das Spannendste dabei ist immer die Kommunikation…



Doch nun erst einmal etwas zu unserem letzten gemeinsamen freien Tag:
Da sonntags nur sehr wenige Geschäfte in der Innenstadt von Paris geöffnet haben, entschieden wir uns kurzerhand für ein Kultur- und Entspannungsprogramm in Versailles. Nach 2 Stunden Anreise (inklusive RER Ersatzverkehr via Bus) erreichten wir das gigantische Schloss Ludwigs XIV. Natürlich war auch hier der Eintritt frei und wir konnten uns das stundenlange Anstehen ersparen.



Treffender lassen sich kaum Worte finden, wie die von Marco Polo: „Kaum irgendwo anders ist ein Herrschaftsgedanke so konsequent und beeindruckend und dennoch so geschmacksvoll und harmonisch wie in Versailles umgesetzt worden“.




Durch das Schloss schoben wir uns mit einer Unzahl von Menschen an den prunkvollen Gemächern des Sonnenkönigs und des Hofstaates (damals ca. 20 000 Menschen!) vorbei. Ein Besuch im historischen Spiegelsaal, Unterzeichungsort des Versailler Vertrags 1919, durfte natürlich nicht fehlen.



Doch die Wärme und die vielen Menschen zwangen uns regelrecht das Kulturprogramm kürzer zu fassen und schnell das Weite in den riesigen Gärten zu suchen. Hinzu kam noch, dass genau um diese Zeit die wunderschönen musikalischen Wasserspielen „Grandes Eaux Musicals“ einen beeindruckenden Rahmen für eine Erkundungstour durch die Gärten boten. Bei klassischer Musik schlenderten wir – oder eher flanierten wir – zurück versetzt in Glanz und Pomp der damaligen Zeit, durch die Gärten. Vorbei an vielen prachtvollen Springbrunnen, Statuen, Pavillons, Alleen...






Auf dem Rückweg von Versailles legten wir noch einen kleinen Zwischenstopp in Paris ein. Entlang der Seine bummelten wir an viiielen kleinen Geschäften mit tollen Souvenirs vorbei und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Flo durfte leider schon wieder am Montag das Pommeszepter in die Hand nehmen. Start war für ihn war aber erst gegen 16 Uhr, sodass wir einen kleinen Abstecher ins nahegelegen Outlet unternahmen. Ja und was macht man im Hochsommer in einem Outlet? Richtig man kauft sich eine Snowboardjacke…*no comment*

Jule fuhr danach mit einer Freundin (Martina) nach Paris und schaute sich Arc de Triumphe, Champs-Elsyée, Louvre, Notre Dame und Centre Pompidou (manches auch zum zweiten Mal) an. Ein sehr lustiger und schöner Nachmittag, bei dem wir feststellten, dass wir sehr viele Gemeinsamkeiten haben (ihr Bruder studiert beispielsweise auch am HPI).





Man sollte auch hier anmerken, dass Flo am letzten Donnerstag mit zwei äußerst attraktiven Frauen und Paul (  ) allein schon in Paris war. Das soll heißen, dass wir eher wenige Tage gemeinsam verbringen können und nun jeder versucht das Beste aus den Tagen zu machen.




Für Flo ist das Finden von SchicksalsteilerINNEN hier kein Problem. Frauen über Frauen, die auch noch zufälligerweise immer mit ihm frei haben. Für Jule stellt sich dieser Aspekt etwas erschwert dar, da die männliche Garde eher aus Andersgepolten besteht…

Neben dem Problem mit den freien Tagen, sind auch derzeit unsere Arbeitszeiten mehr als bescheiden. Jule startet um 10 Uhr und ist bis 18 Uhr aktiv. Hingegen beginnt für Flo erst 16 Uhr sein Arbeitstag und muss bis 23:30 durchhalten (zusätzlich je noch eine Stunde für Hin- und Rückweg). Das heißt mehr als ein Gute Nacht und Guten Morgen ist derzeit nicht drin…
Aber wir wollen uns nicht beklagen, denn wir werden ja schließlich noch ein paar Tage Urlaub an unseren Aufenthalt hinan hängen, die wir dann beruhigt gemeinsam verbringen können.

Das soweit von uns.

Eure beiden Mickeymäuse

Samstag, 8. August 2009

Grands frites, petits frites…

So oder so ähnlich lief der erste Arbeitstag von Flo ab. Am zweiten Arbeitstag (gestern) hatte er sich vom Pommeswender zum Burgerbeleger hoch gearbeitet…aber alles der Reihe nach.

Am Mittwoch ging es gegen Mittag endlich nach Paris. Unser erster Tag in der Stadt der Liebe stand dabei vor allem im Zeichen des Erkundens, Genießens und Schönfindens.
Nach kurzer Orientierungslosigkeit fanden wir uns letztendlich im Sonnenschein vor der allbekannten Notre Dame. Beeindruckend und wunderschön, bestaunte vor allem Jule das gotische Wunderwerk. Für Flo war dieser Ort ja nichts mehr Neues. Das Anstehen und Besichtigen der Kirche haben wir auf einen anderen Tag verschoben.

Singend ging es weiter durch die Straßen von Paris. Vorbei am Hôtel de Ville zum nächsten Highlight: La Centre Pompidou. Kurzes Mittagessen und Durchschnaufen direkt an den lustigen und farbenfrohen Wasserspielen.


Flo kam mal wieder voll und ganz seinen Lüsten nach. ;)

Es folgte ein kurzer Zwischenstopp am Musée du Louvre. Der Museumsbesuch bei Mona Lisa & Co. steht aber ebenso auf dem Schlechtwetterprogramm und so bestaunten wir vorerst nur die Pyramide und die schönen Gärten.


Auf der Suche nach einer kühle Abwechslung landeten wir dafür im Musée d’Orsay- ein Museum, welches sich in einem ehemaligen Bahnhof befindet. Großer Vorteil in sämtlichen Museen Frankreichs- sie sind seit Mai 2009 kostenfrei für alle Jugendlichen unter 25 Jahren. Und so konnten wir Entspannung, Kunst und Kultur kombinieren.



*zwinker nach Plauen*

Gemütlich schlenderten wir durch die Straßen auf der Suche nach dem Hôtel des Invalides. Im Dôme des Invalides befindet sich das Grab von Napoléon. Seine Gebeine wurden auf sechs Särge verteilt und in eine Krypta gestellt.
Weiter ging es zum Place de la Concorde, dem Ort an dem Louis XVI seinen Kopf verlor. Der Obelisk ist heute von einem großen Kreisverkehr umgeben – von historischer Atmosphäre ist nicht mehr viel erhalten.


Fußlahm, müde und hungrig ging es am Louvre vorbei in Richtung Bahnhof. Dort gönnten wir uns noch ein Eis und traten fürs erste die Heimreise nach Serris (Marne la Vallée) an.

Nach dem Vergnügen nun zur Pflicht:

Flo steht in einem Fastfood Restaurant in der Küche und produziert am Fließband Burger und Pommes. Das ist manchmal anstrengend, manchmal einfach langweilig und monoton, aber das Team ist sehr nett und aufgeschlossen. So findet sich auch Zeit für das ein oder andere Gespräch an der Fritteuse.


Das ist Flos "Kostüm" - Jules folgt...

Jule arbeitet ebenso in einem Fastfood Restaurant, nur unter einem mexikanischen bzw. afrikanischen Deckmantel. Den ersten Tag durfte Jule 3 Stunden Hot Dogs zubereiten und 4 Stunden ekeliges süßes Wassereis verkaufen. Heute ging es 4 Stunden an die Kasse. Hierbei wurden sämtliche Sprachen in einen Topf geworfen und miteinander kombiniert *…*

Morgen haben wir einen weiteren GEMEINSAMEN Tag frei, an dem wir Paris unsicher machen wollen. La Tour Eiffel und la Champs-Elysées warten schon =).
Bis dahin-danke für die lieben Kommentare- wir freuen uns immer sehr.

Eure beiden Disneymäuse ;)

Mittwoch, 5. August 2009

Orientation, Formation…Resignation

Maintenant nous sommes bien formés – nach 4 schier endlos langen Tagen haben wir es endlich geschafft: alle Einführungen, Belehrungen, Gesundheitstests und das Kassentraining überstanden.

Unser zweiter Tag stand ganz im Zeichen der „orientation“ – das hieß 4 Stunden Theorie, 2 Stunden Park erkunden und 2 Stunden Kostüme anprobieren.
Wir wissen nun endlich was wir hier tolles treiben werden. Flo wird im größten Schnellrestaurant des Parks das Küchenzepter schwingen, das heißt Pommes zählen und Burger wenden. Jule wird im „Hakuna Matata“ im Pocahontas Outfit den wilden Westen vor zurück gelassenem Müll, benutzen Tablettes und umgekippten Stühlen retten.
Unsere Arbeitstage und Arbeitszeiten überschneiden sich leider nur selten, zumal wir oft beide bis 23 bzw. 24 Uhr arbeiten müssen.

Am darauffolgenden Tag ging es wiederrum 4 Stunden lang um Arbeitssicherheit, Feuerschutz, Verantwortungen und Prävention. Es folgte der Fitnesscheck, wobei 50 Mann zu je 20min behandelt wurden(!).

„Cooler“ (!) Nebeneffekt: alle Schulungen fanden auf ca. 16 Grad Celsius herunter klimatisierenden, dunklen (ohne Fenster) Räumen statt, sodass alle mindestens mit einem oder zwei Pullover stundenlang in der Kälte rumsitzen mussten. Nicht nur die Atmosphäre sondern auch die Themen waren nicht wirklich „brennend“. Ergebnis: Flo rennt mit einer ziemlich geschwollenen, tropfenden Nase rum, aber schlägt sich wacker…

Gestern hatten wir den letzten Tag unserer Einweisung, wobei es 4 Stunden lang um all die Mysterien des Kassensystems und 3 Stunden um die Einführung in die hohe Kunst der Hygiene und Bakterienkontamination ging. Bei manchen Mitstreiter zeigten sich nach einiger Zeit leichte Mangelerscheinungen bis zum Totalausfall
(wir wollen keine Namen nennen *grinzzz*)

Da wir die letzten Tage immer zwischen 6 und 7 Uhr aufstehen mussten, haben wir es heute an unserem ersten gemeinsamen freien Tag etwas ruhiger angehen lassen.
So und nachdem wir euch nun wieder auf den neusten Stand gebracht haben, verabschieden wir uns nun bei strahlendem Sonnenschein nach Paris ;) – Au Champs-Elysées, bada...m…ba…da *sing*

PS.: Vielen Dank für die lieben Kommentare. Uns tut es leid, das wir uns eher selten meldenn, das liegt einfach an der schlechten Internetanbindung-jetzt sollte es aber funktionieren =)

Pocahontas und der Pommeszähler


Eine kleine Impression von der abendlichen Parade.

Samstag, 1. August 2009

Bienvenue à Disneyland Paris!

Nach einem kurzen Zwischenstopp von Donnerstag auf Freitag in Würzburg, inklusive Flos Immatrikulation für das Wintersemester, ging es Freitag Morgen Richtung Frankreich.

Die Fahrt war entspannt und unkompliziert und nach knapp 700 Kilometern waren wir am Nachmittag schon fast da.

Das waren Jules Wegbegleiter :)

Bevor wir aber unser Quartier beziehen konnten, gab es noch so einiges zu suchen, finden, organisieren, einzukaufen und zu unterschreiben(!).
Zu unserer Freude „wohnen“ wir beide doch zusammen, was für ein Glück *zwinker*.
„Wohnen“, ja gut – auf knapp 20m² haben wir 2 Betten, Küchenzeile und so etwas wie ein Bad. Das Zimmer versprüht dank des sparsamen Sonnenlichts eine gewisse Kelleratmosphäre.

Die Küche besteht aus 2 Herdplatten, 3 Löffeln und 3 Tellern – Toaster, Ofen, Wasserkocher oder Schneebesen suchen wir immer noch voller Hoffnung^^. Ansonsten fehlt zwar die eine oder andere Glühbirne, Steckdose oder Mülleimer.
Der Dusche fehlt ein Duschbecken und es gibt nur einen relative „zentralen“ Abfluss, d.h. Jule duscht und Flo bekommt in der Küche nasse Füße…Aber genug des Gejammers, wir machen das Beste draus – man ist als Student ja so einiges gewöhnt...

Der heutige Tag begann schon recht zeitig, da wir uns schon kurz vor 9 an der „Disney University“ treffen sollten, aber auch noch gut 40min Anfahrt hatten. Und dann brach es über uns herein: Von 9 – 17 Uhr gab es die volle Beschallung, natürlich en francais.
Jule = )-:, Flo = (-:.
Und so ging es 8 Stunden um die Geschichte von Walt Disney, die Firmenphilosophie, Spielchen hier und da und so einiges höchst interessantes mehr, kurzum – die Gehirnwäsche für alle Teilnehmer^^.

Als wir dann den Pflichtteil überstanden hatten, ließen wir es uns natürlich nicht nehmen, uns ein bisschen im Park umzuschauen – es ist einfach gigantisch: Mickey, Goofy und Donald wohin man schaut, eine riesige Märchenkulisse, Musik, Paraden, Geschäfte, Attraktionen soweit das Auge reicht. Man denkt wirklich, dass man in eine andere Welt eintaucht. Das Highlight war dann die Fahrt mit dem „Rock’n’Roll Rollercoaster“. Auf der äußerst rasanten Fahrt ist bestimmt das ein oder andere Detail des Vormittags schon wieder verloren gegangen…aber es war seehhhrr lustig (Die Jule kann ganz schön schreien…*grinz*).





Flo in seinem "gewohnten" Umfeld...

Nebenbei ließ sich schon in etwa in Erfahrung bringen, was wir denn nun hier tun werden. Es sieht ganz danach aus, dass wir beide in Fastfoods-Restaurants verschiedenster Formen und Farben arbeiten werden. On verra – wir werden sehen.
Morgen geht’s dann zur „Orientation“ im Park selbst und zur Kostümanprobe. Was dann letztlich aus uns wird, werden wir euch natürlich so schnell wie möglich wissen lassen.



Und so sagen wir erstmal:

Salut et à bientôt

Mickey & Goofy

Donnerstag, 23. Juli 2009

Man denkt gar nicht wie rasend schnell die Zeit vorüber geht, aber mein zweites Semester ist nun auf einmal schon vorbei.

Kurz vor den Prüfungen bekam ich noch einen Überraschungsbesuch aus Leipzig. Warum? Tja- wir zwei sind nun auch schon 3 Jahre zusammen. Und trotz der langen Zeit war er die beste und schönste Lernablenkung und das effektivste Doping so vor den Prüfungen. Früh begann der Tag mit Vorlesungen, dann wurde 2-3 Stunden gestrebt, es folgte noch ein wenig Mikroskopieren und abends waren wir beachen, bummeln, gammeln und Sonne genießen. Flo hat sogar noch was zu weiblichen Geschlechtsorganen lernen dürfen ;).

Die Prüfungen liefen alle sehr gut, sodass ich stolz und erfolgreich das Zweite abschließen darf.



So kann es wieder fleißig ans Planen und Vorbereiten gehen...denn für alle, die es noch nicht wissen:

Unseren Sommer werden wir, wie im vergangenen Jahr, im Franzosenland verbringen- und das auch noch in der Stadt der Liebe. *strahhhl* Unsere Bemühungen und Engagement wurden belohnt, sodass wir dieses Jahr mit Mickey Mouse und Co im Disneyland Paris zusammen arbeiten. Leider werden wir weder als Dagobert Duck noch als Cinderalle anzutreffen sein, obwohl ich mir Flo sehr gut als Goofy vorstellen kann. Offiziell heißt das, dass wir in einem Restaurant angestellt sein werden -wir lassen uns überraschen, zumal dieses Jahr die französische Komponente wesentlich größer sein wird als im letzten Jahr zwischen all den Holländern^^ *grml*

Jegliche Zwischenmeldungen aus Frankreich werden natürlich in gewohnter und bewehrter Art und Weise über diesen Blog veröffentlich werden.

Jetzt verbringen wir nun die letze Semesterwoche gemeinsam beim Feiern, beachen und entspannen in Würzburg. Gestern haben wir uns einen Teil der Würzburger Uni angeschaut, in der wohl Flo nächstes Jahr täglich ein- und ausgehen wird. So wie der Entscheidungsstand derzeit ist, wird es wohl den Flachlandhase aus Leipzig in den Freistaat Bayern ziehen um dort Wirtschaftswissenschaften zu studieren.


Natürlich auch noch ein Herzliches Willkommen an alle Urlaubsrückkehrer. Gute Besserung an alle Versehrten und viiiiiiel Erfolg an alle Studenten, die noch Großes vor sich haben ;)

Eure beiden aus Wü ;)