Part II meiner Reise: Xian und Wuhan
Am Donnerstag, 17.11.2011, brachte uns ein Flieger von der Hauptstadt nach Xian. Xian befindet sich im Südwesten von Beijing und ist berühmt für die Terracottaarmee.
Vor mehr als 30 Jahren entdecke ein Landarbeiter einen der bedeutendsten archäologischen Funde des zwanzigsten Jahrhunderts im Westen von Xian. In den letzten Jahren wurden ca. 3000 Soldaten und Pferde und ca. 40000 Waffen ausgegraben und restauriert. Weitere 5000 Figuren befinden sich vermutlich noch unter der Erde.

Wirklich beeindruckend, aber dennoch kam mir die Erkenntnis sehr schnell, dass diese Art von Berufstätigkeit einfach nichts für mich ist! Stundenlang nach der Nadel im Heuhaufen suchen, stets in der Hoffnung den richtigen Kopf auf den richtigen Körper zu finden...NE!
Xi'an hat aber nicht nur eine Armee zu bieten, sondern ist eine der wenigen Städte Chinas, die eine nahezu vollständig erhaltene Stadtmauer besitzt! Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen, liehen uns zwei - naja - bezeichnen wir es mal zweirädriges Etwas aus und fuhren auf der 12 m breiten und 14 km langen Mauer einmal um die Innenstadt.
Samstagabend, 19.11.2011, flogen wir nach Wuhan, schnell Wäsche waschen, durchatmen und auf den kommenden Tag freuen. Denn dort ging es nach re ge mian (heiß trocken Nudeln, Spezialität von Wuhan) mit dem Bus auf die andere Seite des Yangtze River. Im Bus hatte Mama ihr erstes Wuhan Erlebnis - just for free! Ein kurzer Quitscher und dann war Mama klar, dass in diesem blauen Beutel vor ihr ist wirklich ein lebendes Huhn.. ja wir waren nicht mehr in Beijing oder Xian sondern in Zentralchina angekommen.
Die gelbe Kranichpagode, das wohl wirklich einzig Sehenswerte von Wuhan durften wir natürlich nicht verpassen. Von dort ging es durch meine Lieblingsfrühstücksstraße über den Yangtze zur Shoppingmall und mit der Hochbahn zur Teeverkostung.
Highlight des Abends war dann die Fuß- und Rückenmassage inklusive Schröpfen.
Schröpfen?
Schröpfen ist ein traditionelles Therapieverfahren bei der mittels Schröpfgläser ein Unterdruck auf begrenzten Hautarealen aufgebaut wird, um lokale Muskelverspannungen sowie -verhärtungen zu lösen und die Durchblutung zu fördern...Naja, ich weiß nun um was es geht, aber bin nach meinen 10-tägigen Monsterklutschflecken eigentlich nicht mehr so scharf auf diese Art von Muskelrelaxation...*räusper*
Den darauffolgenden Tag zeigte ich Mama das Krankenhaus. Neben Ambulanz und Station habe ich sie auch mit in den OP genommen. Zum Glück ist sie weder weiß angelaufen noch umgefallen - nur beeindruckt war sie von der Anzahl an OPs und Menschen.
Den Rest des Tages verbrachten wir größtenteils mit Umpacken, Auspacken, Verpacken und möglichst geschickt Zusammenpacken, denn Mama reiste mit meinem Koffer aus und ich übernahm den Rucksack. Da sowohl im Koffer Beschränkungen in Sachen Gewicht und in dem Rucksack in Sachen Platz, war ich letztlich extrem stolz auf uns, dass wir alles irgendwie in beidem untergebracht haben. Nun habe ich zwar keine Winterjacke mehr und nur noch wenige dicke Sachen, aber die brauche ich ja nicht mehr lang - Zwiebelprinzip funktioniert ;).
Mittag waren wir mit meiner chinesischen Freundin Susanna bei einem Koreaner essen, der unsere Gerichte frisch vor unseren Augen zubereitet hat!
Zum Abendbrot hatte uns mein Prof in ein Minderheitsrestaurant eingeladen. Dort servierten traditionell gekleidete Chinesen nur das Beste vom Besten: Mandarinenfisch ( oder auch explodierter Fisch), Froschschenkel, Süßkartoffelbällchen, Gemüse und Co.
Schon witzig, wie bei mir alles schon etwas zum Alltag geworden war und für Mama alles neu und toll war! Eigentlich schade, dass ich diesbezüglich schon etwas verwöhnt bin. Wie auch immer, chinesisches Essen ist einfach grandios!
Schon witzig, wie bei mir alles schon etwas zum Alltag geworden war und für Mama alles neu und toll war! Eigentlich schade, dass ich diesbezüglich schon etwas verwöhnt bin. Wie auch immer, chinesisches Essen ist einfach grandios!
Fortsetzung zu Shanghai, Suzhou und Co. kommen demnächst, hier schon einmal eine kleine Übersicht wo ich in den letzten Wochen war.









