Dienstag, 18. August 2009

Halbzeit….

Seit dem letzten Eintrag ist nicht wirklich viel passiert.
Flo beherrscht sein Pommes- und Burgerland und Jule spielt Müllfrau und Hot Dog Verkäuferin.

So oder ähnlich sah die letzte Woche aus:

Jule stand gegen 8:30 auf um ging gegen 9:30 aus dem Haus.
Flo hingegen schlief noch, denn er kam die Nacht zuvor erst gegen 0:30 nach Hause.
Jule durfte dann mehrere Tage an einem kleinen Stand zu dreisten Preisen Hot Dogs verkaufen oder die Mülleimer im Restaurant leeren.
Man kann sich vorstellen, dass die Menschen nicht besonderen Wert auf den Zustand des Restaurants legen. Somit gestaltet sich das Arbeiten en salle nicht wirklich angenehm.
Flo hingegen hielt von 16 Uhr bis 24 Uhr das Kochzepter zwischen Burger, Nuggets und Pommes beständig hoch. Und so sieht es in Flos Alltag aus:





Jule verbachte dann ab 19 Uhr den Abend allein zu Haus und ging irgendwann ins Bett-Flo kam Stunden später…

Nun zu den freien Tagen:
Flo hatte sich am Donnerstag mal wieder mit 3 Mädels zusammen getan um Paris zu erkunden. Leider gestaltete sich dieses Unterfangen weniger erfolgreich, da die weibliche Seite diesmal vor allem mit Unentschlossenheit, Unlust und schlechter Laune aufzuwarten hatte (aber man kann ja nicht immer einen Glücksgriff landen *zwinker*).

Letztlich gab es aber trotzdem einiges zu sehen. Flos persönliches Highlight: Das Hardrock - Café Paris mit der Gitarre von Angus Young (AC/DC)!



Samstagabend war ein wirklich besonderer Abend, denn Jule war gegen 18 Uhr und Flo gegen 20 Uhr fertig!!!(Das 1. Mal, dass wir ähnliche Arbeitszeiten hatten) Und was macht man um so eine Uhrzeit im Disneyland? Richtig man nutzt seine Castmember ID, ein wenig Charme und diverse Kontakte und umgeht somit gekonnt die langen Wartschlangen. Manche Attraktionen waren wahrlich sensationell:



Abends schauten wir uns noch die Abschlussparade samt pompösem Feuerwerk an. Es ist unglaublich, welcher Aufwand hier tagtäglich betrieben wird.

Am Sonntag hatte Jule frei und stürzte sich mit Sarah (Freundin aus der Nähe von Halle) am Sonntagmittag Richtung Paris 2000 mit dem beeindruckenden Grande Arche.



Danach ging es mit der Metro zum Louvre, wobei die großen Publikumsmagneten wie Mona Lisa oder die Medusa ein Muss waren. Jule entdeckte sogar völlig neue Seiten an sich:



Nach 1,5 Stunden Kultur bei 30 Grad war den beiden dann auch die Lust vergangen und verfielen anschließend zunächst den Pariser Sünden – Crêpes und Café. Letzter Programmpunkt des Tages war der wunderschöne Jardin du Luxembourg.



Während Flo der Menschheit weiterhin unverzichtbare Dienste leistete, hatte Julia gestern ebenso noch frei, doch leider hatte niiiiiiiiemand anders frei, sodass sie den Tag mit shoppen, bummeln und gammeln verbringen durfte. Den Abend verbrachten wir dann noch bei einigen Freunden und dem ein oder anderen Gläschen Rotwein und fielen anschließend todmüde ins Bett.

Die nächsten Tage sehen dann wie folgt aus:
Jule arbeitet heute und die 4 darauffolgenden Tage von 15-23 Uhr; Flo hat Mi+Do frei und arbeitet dann wieder von 16-24 Uhr. Es sieht also danach aus, das wir wenigsten die Vormittag miteinander verbringen können- wir lassen uns überraschen und genießen derweilen das super Sonnenwetter.

Liebe Grüße schicken euch die Schöne und das Biest (nichts für ungut^^)!

Donnerstag, 13. August 2009

Der Alltag hat uns eingeholt…

...man glaubt es kaum, aber es ist schon bald Halbzeit. Es kommt einem vor, als wäre noch nicht wirklich viel passiert. Flo fertigt täglich seine Pommes und wendet Burger. Jule dagegen verkauft die produzierte Waren- vor allem Fastfood (Pommes, Cola, Eis, Hot Dogs und verschiedenste Menüs in einem der beiden Restaurants). Das Spannendste dabei ist immer die Kommunikation…



Doch nun erst einmal etwas zu unserem letzten gemeinsamen freien Tag:
Da sonntags nur sehr wenige Geschäfte in der Innenstadt von Paris geöffnet haben, entschieden wir uns kurzerhand für ein Kultur- und Entspannungsprogramm in Versailles. Nach 2 Stunden Anreise (inklusive RER Ersatzverkehr via Bus) erreichten wir das gigantische Schloss Ludwigs XIV. Natürlich war auch hier der Eintritt frei und wir konnten uns das stundenlange Anstehen ersparen.



Treffender lassen sich kaum Worte finden, wie die von Marco Polo: „Kaum irgendwo anders ist ein Herrschaftsgedanke so konsequent und beeindruckend und dennoch so geschmacksvoll und harmonisch wie in Versailles umgesetzt worden“.




Durch das Schloss schoben wir uns mit einer Unzahl von Menschen an den prunkvollen Gemächern des Sonnenkönigs und des Hofstaates (damals ca. 20 000 Menschen!) vorbei. Ein Besuch im historischen Spiegelsaal, Unterzeichungsort des Versailler Vertrags 1919, durfte natürlich nicht fehlen.



Doch die Wärme und die vielen Menschen zwangen uns regelrecht das Kulturprogramm kürzer zu fassen und schnell das Weite in den riesigen Gärten zu suchen. Hinzu kam noch, dass genau um diese Zeit die wunderschönen musikalischen Wasserspielen „Grandes Eaux Musicals“ einen beeindruckenden Rahmen für eine Erkundungstour durch die Gärten boten. Bei klassischer Musik schlenderten wir – oder eher flanierten wir – zurück versetzt in Glanz und Pomp der damaligen Zeit, durch die Gärten. Vorbei an vielen prachtvollen Springbrunnen, Statuen, Pavillons, Alleen...






Auf dem Rückweg von Versailles legten wir noch einen kleinen Zwischenstopp in Paris ein. Entlang der Seine bummelten wir an viiielen kleinen Geschäften mit tollen Souvenirs vorbei und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Flo durfte leider schon wieder am Montag das Pommeszepter in die Hand nehmen. Start war für ihn war aber erst gegen 16 Uhr, sodass wir einen kleinen Abstecher ins nahegelegen Outlet unternahmen. Ja und was macht man im Hochsommer in einem Outlet? Richtig man kauft sich eine Snowboardjacke…*no comment*

Jule fuhr danach mit einer Freundin (Martina) nach Paris und schaute sich Arc de Triumphe, Champs-Elsyée, Louvre, Notre Dame und Centre Pompidou (manches auch zum zweiten Mal) an. Ein sehr lustiger und schöner Nachmittag, bei dem wir feststellten, dass wir sehr viele Gemeinsamkeiten haben (ihr Bruder studiert beispielsweise auch am HPI).





Man sollte auch hier anmerken, dass Flo am letzten Donnerstag mit zwei äußerst attraktiven Frauen und Paul (  ) allein schon in Paris war. Das soll heißen, dass wir eher wenige Tage gemeinsam verbringen können und nun jeder versucht das Beste aus den Tagen zu machen.




Für Flo ist das Finden von SchicksalsteilerINNEN hier kein Problem. Frauen über Frauen, die auch noch zufälligerweise immer mit ihm frei haben. Für Jule stellt sich dieser Aspekt etwas erschwert dar, da die männliche Garde eher aus Andersgepolten besteht…

Neben dem Problem mit den freien Tagen, sind auch derzeit unsere Arbeitszeiten mehr als bescheiden. Jule startet um 10 Uhr und ist bis 18 Uhr aktiv. Hingegen beginnt für Flo erst 16 Uhr sein Arbeitstag und muss bis 23:30 durchhalten (zusätzlich je noch eine Stunde für Hin- und Rückweg). Das heißt mehr als ein Gute Nacht und Guten Morgen ist derzeit nicht drin…
Aber wir wollen uns nicht beklagen, denn wir werden ja schließlich noch ein paar Tage Urlaub an unseren Aufenthalt hinan hängen, die wir dann beruhigt gemeinsam verbringen können.

Das soweit von uns.

Eure beiden Mickeymäuse

Samstag, 8. August 2009

Grands frites, petits frites…

So oder so ähnlich lief der erste Arbeitstag von Flo ab. Am zweiten Arbeitstag (gestern) hatte er sich vom Pommeswender zum Burgerbeleger hoch gearbeitet…aber alles der Reihe nach.

Am Mittwoch ging es gegen Mittag endlich nach Paris. Unser erster Tag in der Stadt der Liebe stand dabei vor allem im Zeichen des Erkundens, Genießens und Schönfindens.
Nach kurzer Orientierungslosigkeit fanden wir uns letztendlich im Sonnenschein vor der allbekannten Notre Dame. Beeindruckend und wunderschön, bestaunte vor allem Jule das gotische Wunderwerk. Für Flo war dieser Ort ja nichts mehr Neues. Das Anstehen und Besichtigen der Kirche haben wir auf einen anderen Tag verschoben.

Singend ging es weiter durch die Straßen von Paris. Vorbei am Hôtel de Ville zum nächsten Highlight: La Centre Pompidou. Kurzes Mittagessen und Durchschnaufen direkt an den lustigen und farbenfrohen Wasserspielen.


Flo kam mal wieder voll und ganz seinen Lüsten nach. ;)

Es folgte ein kurzer Zwischenstopp am Musée du Louvre. Der Museumsbesuch bei Mona Lisa & Co. steht aber ebenso auf dem Schlechtwetterprogramm und so bestaunten wir vorerst nur die Pyramide und die schönen Gärten.


Auf der Suche nach einer kühle Abwechslung landeten wir dafür im Musée d’Orsay- ein Museum, welches sich in einem ehemaligen Bahnhof befindet. Großer Vorteil in sämtlichen Museen Frankreichs- sie sind seit Mai 2009 kostenfrei für alle Jugendlichen unter 25 Jahren. Und so konnten wir Entspannung, Kunst und Kultur kombinieren.



*zwinker nach Plauen*

Gemütlich schlenderten wir durch die Straßen auf der Suche nach dem Hôtel des Invalides. Im Dôme des Invalides befindet sich das Grab von Napoléon. Seine Gebeine wurden auf sechs Särge verteilt und in eine Krypta gestellt.
Weiter ging es zum Place de la Concorde, dem Ort an dem Louis XVI seinen Kopf verlor. Der Obelisk ist heute von einem großen Kreisverkehr umgeben – von historischer Atmosphäre ist nicht mehr viel erhalten.


Fußlahm, müde und hungrig ging es am Louvre vorbei in Richtung Bahnhof. Dort gönnten wir uns noch ein Eis und traten fürs erste die Heimreise nach Serris (Marne la Vallée) an.

Nach dem Vergnügen nun zur Pflicht:

Flo steht in einem Fastfood Restaurant in der Küche und produziert am Fließband Burger und Pommes. Das ist manchmal anstrengend, manchmal einfach langweilig und monoton, aber das Team ist sehr nett und aufgeschlossen. So findet sich auch Zeit für das ein oder andere Gespräch an der Fritteuse.


Das ist Flos "Kostüm" - Jules folgt...

Jule arbeitet ebenso in einem Fastfood Restaurant, nur unter einem mexikanischen bzw. afrikanischen Deckmantel. Den ersten Tag durfte Jule 3 Stunden Hot Dogs zubereiten und 4 Stunden ekeliges süßes Wassereis verkaufen. Heute ging es 4 Stunden an die Kasse. Hierbei wurden sämtliche Sprachen in einen Topf geworfen und miteinander kombiniert *…*

Morgen haben wir einen weiteren GEMEINSAMEN Tag frei, an dem wir Paris unsicher machen wollen. La Tour Eiffel und la Champs-Elysées warten schon =).
Bis dahin-danke für die lieben Kommentare- wir freuen uns immer sehr.

Eure beiden Disneymäuse ;)

Mittwoch, 5. August 2009

Orientation, Formation…Resignation

Maintenant nous sommes bien formés – nach 4 schier endlos langen Tagen haben wir es endlich geschafft: alle Einführungen, Belehrungen, Gesundheitstests und das Kassentraining überstanden.

Unser zweiter Tag stand ganz im Zeichen der „orientation“ – das hieß 4 Stunden Theorie, 2 Stunden Park erkunden und 2 Stunden Kostüme anprobieren.
Wir wissen nun endlich was wir hier tolles treiben werden. Flo wird im größten Schnellrestaurant des Parks das Küchenzepter schwingen, das heißt Pommes zählen und Burger wenden. Jule wird im „Hakuna Matata“ im Pocahontas Outfit den wilden Westen vor zurück gelassenem Müll, benutzen Tablettes und umgekippten Stühlen retten.
Unsere Arbeitstage und Arbeitszeiten überschneiden sich leider nur selten, zumal wir oft beide bis 23 bzw. 24 Uhr arbeiten müssen.

Am darauffolgenden Tag ging es wiederrum 4 Stunden lang um Arbeitssicherheit, Feuerschutz, Verantwortungen und Prävention. Es folgte der Fitnesscheck, wobei 50 Mann zu je 20min behandelt wurden(!).

„Cooler“ (!) Nebeneffekt: alle Schulungen fanden auf ca. 16 Grad Celsius herunter klimatisierenden, dunklen (ohne Fenster) Räumen statt, sodass alle mindestens mit einem oder zwei Pullover stundenlang in der Kälte rumsitzen mussten. Nicht nur die Atmosphäre sondern auch die Themen waren nicht wirklich „brennend“. Ergebnis: Flo rennt mit einer ziemlich geschwollenen, tropfenden Nase rum, aber schlägt sich wacker…

Gestern hatten wir den letzten Tag unserer Einweisung, wobei es 4 Stunden lang um all die Mysterien des Kassensystems und 3 Stunden um die Einführung in die hohe Kunst der Hygiene und Bakterienkontamination ging. Bei manchen Mitstreiter zeigten sich nach einiger Zeit leichte Mangelerscheinungen bis zum Totalausfall
(wir wollen keine Namen nennen *grinzzz*)

Da wir die letzten Tage immer zwischen 6 und 7 Uhr aufstehen mussten, haben wir es heute an unserem ersten gemeinsamen freien Tag etwas ruhiger angehen lassen.
So und nachdem wir euch nun wieder auf den neusten Stand gebracht haben, verabschieden wir uns nun bei strahlendem Sonnenschein nach Paris ;) – Au Champs-Elysées, bada...m…ba…da *sing*

PS.: Vielen Dank für die lieben Kommentare. Uns tut es leid, das wir uns eher selten meldenn, das liegt einfach an der schlechten Internetanbindung-jetzt sollte es aber funktionieren =)

Pocahontas und der Pommeszähler


Eine kleine Impression von der abendlichen Parade.

Samstag, 1. August 2009

Bienvenue à Disneyland Paris!

Nach einem kurzen Zwischenstopp von Donnerstag auf Freitag in Würzburg, inklusive Flos Immatrikulation für das Wintersemester, ging es Freitag Morgen Richtung Frankreich.

Die Fahrt war entspannt und unkompliziert und nach knapp 700 Kilometern waren wir am Nachmittag schon fast da.

Das waren Jules Wegbegleiter :)

Bevor wir aber unser Quartier beziehen konnten, gab es noch so einiges zu suchen, finden, organisieren, einzukaufen und zu unterschreiben(!).
Zu unserer Freude „wohnen“ wir beide doch zusammen, was für ein Glück *zwinker*.
„Wohnen“, ja gut – auf knapp 20m² haben wir 2 Betten, Küchenzeile und so etwas wie ein Bad. Das Zimmer versprüht dank des sparsamen Sonnenlichts eine gewisse Kelleratmosphäre.

Die Küche besteht aus 2 Herdplatten, 3 Löffeln und 3 Tellern – Toaster, Ofen, Wasserkocher oder Schneebesen suchen wir immer noch voller Hoffnung^^. Ansonsten fehlt zwar die eine oder andere Glühbirne, Steckdose oder Mülleimer.
Der Dusche fehlt ein Duschbecken und es gibt nur einen relative „zentralen“ Abfluss, d.h. Jule duscht und Flo bekommt in der Küche nasse Füße…Aber genug des Gejammers, wir machen das Beste draus – man ist als Student ja so einiges gewöhnt...

Der heutige Tag begann schon recht zeitig, da wir uns schon kurz vor 9 an der „Disney University“ treffen sollten, aber auch noch gut 40min Anfahrt hatten. Und dann brach es über uns herein: Von 9 – 17 Uhr gab es die volle Beschallung, natürlich en francais.
Jule = )-:, Flo = (-:.
Und so ging es 8 Stunden um die Geschichte von Walt Disney, die Firmenphilosophie, Spielchen hier und da und so einiges höchst interessantes mehr, kurzum – die Gehirnwäsche für alle Teilnehmer^^.

Als wir dann den Pflichtteil überstanden hatten, ließen wir es uns natürlich nicht nehmen, uns ein bisschen im Park umzuschauen – es ist einfach gigantisch: Mickey, Goofy und Donald wohin man schaut, eine riesige Märchenkulisse, Musik, Paraden, Geschäfte, Attraktionen soweit das Auge reicht. Man denkt wirklich, dass man in eine andere Welt eintaucht. Das Highlight war dann die Fahrt mit dem „Rock’n’Roll Rollercoaster“. Auf der äußerst rasanten Fahrt ist bestimmt das ein oder andere Detail des Vormittags schon wieder verloren gegangen…aber es war seehhhrr lustig (Die Jule kann ganz schön schreien…*grinz*).





Flo in seinem "gewohnten" Umfeld...

Nebenbei ließ sich schon in etwa in Erfahrung bringen, was wir denn nun hier tun werden. Es sieht ganz danach aus, dass wir beide in Fastfoods-Restaurants verschiedenster Formen und Farben arbeiten werden. On verra – wir werden sehen.
Morgen geht’s dann zur „Orientation“ im Park selbst und zur Kostümanprobe. Was dann letztlich aus uns wird, werden wir euch natürlich so schnell wie möglich wissen lassen.



Und so sagen wir erstmal:

Salut et à bientôt

Mickey & Goofy