Sonntag, 15. Januar 2012

Hong Kong BiAtch!

Nun sollte also die richtige Reiserei losgehen:

Meine Abreise in Wuhan begann früher als geplant. Myrthe und Mimo hatte mich kurzerhand zum morgendlichen Frühstück (4 Uhr!) eingeladen gehabt und waren deshalb extra 45 Minuten Taxi gefahren nur um sich von mir zu verabschieden! Wow!

Crazy people!

Bye bye kaltes Wuhan.. als Erinnerung, gab es von Myrthe Mütze und Schal und die Weihnachtsdeko von MC

Mit einem weinenden Auge und natürlich auch einem freudigen Auge ging es als von Wuhan nach Shenzhen, der letzten chinesischen Stadt vor HK. Fix über die Grenze, Stempel und zack ging Google, FB und Co wieder - schon witzig. In freudiger Erwartung auf Mira musste ich im Hostel feststellen, dass weder Mira da ist, noch mein chinesisches bzw. deutsches Telefon hier funktionierten. Irgendwie gibt es ja immer eine Lösung, also dauerte es noch 30Minuten ehe ich, die etwas blass um die Nase wirkende, Mira fest umarmen konnte. Grund dafür? Klar Jetlag und ein morgendliche Schock, als Mira feststellte, dass ihr Pass verschwunden war. Minuten der Panik, Horrorszenarien und viel Adrenalin gegen 7 Uhr morgen. Oh Mann! Wie auch immer, der Pass wurde gefunden und Mira erleichtert.
Also konnte das Abenteuer HK mit Mira und Jule starten.

Guter vogtländischer Schnaps zur Begrüßung und Beruhigung

Den ersten Tag verbrachten wir bei Sonnenschein am Hafen von Hongkong. Für mich war es ein Revival, denn ich durfte bereits 2006 diese vielfältige Stadt erkunden. Aber wie das so ist bei guided tours mit Mama, bleibt halt irgendwie doch nicht so viel hängen.

Da wir beide relativ erschöpft waren von den vorherigen Ereignissen hielten wir es für besser den ersten Abend für Schlaf, Akklimatisierung und Schönheit zu verwenden.

Falsche Stadt..;)

Die darauffolgenden Tage verbrachten wir zwischen den Hochhäuserschluchten von Hongkong Island, Stanley Beach und Kowloon. Unglaublich verrückt, wenn man weiß, dass Hongkong zu 70 % aus Grünfläche besteht und dann doch so weit das Auge reicht nur Wolkenkratzer stehen.

Stanley Beach mit Julia

800m Rolltreppe..

Hin und wieder kamen bei mir die Erinnerungen hoch.

Hier war ich schon mit MuD ;)

Victorias Peak!
by night..


Doch nicht nur die Stadt galt es für Mira zu entdecken, nein auch beispielsweise die Verhaltensweisen beim Überqueren von Straßen, das gute kantonesische Essen und viele andere kleine Dinge , die für mich schon längst alltäglich waren. Umso schöner, es ein zweites Mal zu entdecken und Mira hin und wieder kulturell zu schocken ;)!

How to cross a road...Mira failed ;)

Streetfood!

Yummy!

Zu den Abendveranstaltungen und unseren schwer philosophischen Fragen wird Mira noch einen Beitrag schreiben, der hier veröffentlicht wird.


Jedoch habe ich die Ehre noch einige nette Details von unserem Silvesterabend zu beschreiben. Nachdem wir den Tag recht entspannt zwischen Parkanlagen in Kowloon, Vogel- und Blumenmarkt verbracht hatten, ging es mit Julia, Freundin aus DD, die ich in China kennen gelernt hatte, zum Koreaner edel Essen.

Gegen 22 Uhr wagten wir uns doch tatsächlich noch an die Hafenpromenade, in der Hoffnung vielleicht in der letzten Reihe noch ein Plätzchen zu ergattern. Pustekuchen - etwas Scharm, deutsches Drängeln, ein Lächeln und zack standen wir in der zweiten Reihe mit besten Blick auf die Hongkonger Skyline! In freudiger Erwartungen auf das Feuerwerk unseres Lebens verdrückten wir uns das natürlichste aller Bedürfnisse - Mädchen halt..


Endlich 0 Uhr kam es zum heißersehnten Feuerwerk, was bereits nach 5 Minuten schon wieder erloschen war. Was für eine Enttäuschung, was für ein Reinfall, aber hey, wir standen in der zweiten Reihe! Ein Kamerateam nach dem Anderen sauste derweilen an uns vorbei und wir konnten es irgendwann auch nicht lassen unsere Grüße in die Welt zu verschicken mit der Gewissheit, es schaut ja sowieso keiner an. Auch dies war mal wieder eine vollkommen Fehleinschätzung, denn unser Interview wurde angeblich in ganz China und Hongkong live übetragen - gut das wir nur sinnvolle Dinge zum Besten gegeben haben..

Also starteten wir, wohl gekleidet in zerrissener Jeans, schmuddeligen Turnschuhe, Plastiktüte mit Bierdosen und Sekt in die Partymeile von Hongkong. Wie bereits oben erwähnt mussten wir dann wirklich ziemlich dringend ein Örtliche aufsuchen und stoppten bei der erst besten Möglichkeit im IFC Gebäude auf Hongkong Island. Nichtsahnend fuhren wir mit dem Fahrstuhl eine Etage nach oben, als dort laute Musik in unsere Ohren schallte. Schnell durch den schwarzen Stoffvorhang und schwups standen wir auf einer Party, bei dir wir nach nur wenigen Minuten realisierten, hier ist irgendetwas anders, als auf den bisherigen Feiern. Keine Frau war ohne Minikleid und Highheels, kein Mann ohne durchgestyltes Outfit und natürlich kam in uns die schwerwiegenden Frage auf, wo waren wir denn hier gelandet? Na..Vorahnungen? Richtig, eine Giorgio Armani Party! Und wir mitten drin, ohne Eintritt, ohne Outfit, mit Dosenbier und Plastikbeutel! Na klasse! Was für eine Aktion!

Nach 1 Stunde Party entschieden wir uns dann doch dieses Etablissement zu verlassen, in der Hoffnung, die nächste Party sei nur halb so dekadent! Leider gestaltete sich der Weg zu unsere nächsten Lokation etwas schwieriger als gedacht. Denn wir waren nicht die einzigen, die das neue Jahr gebührend beginnen wollten. Das wusste wohl auch die werten Freunde in Grün, sodass das komplette Partyviertel von HK Island zu einem einzigen Einbahn-Fußwegsystem umfunktioniert wurde. Nach 1 Stunde schupsen, schieben und drängeln konnten wir dann endlich einer Einladung in den Club Dragons Eye nachkommen. Doch als wir davor standen, mussten wir ernüchtern feststellen, hier sind wir erneut total underdressed! Aber wozu gibt es Connections. Julia hatte bei einer Schifffahrt einen Typen kennengelernt, der uns freudiger Weise kostenlos in den Laden mit nur einem leichten Kopfnicken brachte und wir erneut zwischen Highheels, Champagner und Designeranzug standen. Keine 10 Sekunden vergingen und wir waren mit Getränk, welches bei weiten unser Budget überzog, ausgestattet.
HAHAHA - Outfit failed!

Wie verrückt eine Gesellschaft schon sein kann, wir feierten fleißig bis in die Morgenstunden, investierten keinen Cent und trafen dann wirklich noch um 7 Uhr morgens Uwe und seinen Kumpel Alex im McDonalds in HK! Die beiden hatten wir am Abend vorher getroffen und beschlossen, dass wir unabhängig voneinander feiern! Die Welt ist ein Dorf!

Fortsetzung zu Vietnam folgt!

1 Kommentar:

Ulle hat gesagt…

Zufälle gibts, die gibts gar nicht ;-)! Hört sich nach ner gelungenen Party an!