Da die Studienlage hier nicht optimal ist, werde ich wohl eine Kombination aus Studium und Famulatur anstreben. Das soll heißen, ich werde versuchen, die beiden mir hoffentlich anrechnungsfähigen Fächer Gyn und Derma zu belegen und in der restlichen Zeit im Krankenhaus famulieren. Die Wochenenden stehen dann frei für Erkundungen und Abenteuer im Land zur Verfügung.
Hier sieht man in der linken unteren Bildhälfte eine Ansammlung an Bäumen. Davon sieht man oberhalb ein weiß-graues Gebäude. Das ist mein Studentenwohnheim.
Da die beiden Prüfungen Mitte Oktober bzw. November sind, werde ich wohl Weihnachten in der Heimat verbringen. Zum einen soll es hier richtig kalt werden und Schnee fallen und das kann ohne Heizung schon frostig werden. Weiterhin wird Weihnachten hier nicht gefeiert, sodass dieser Tag wie jeder andere Tag des Jahres ist. Mal abwarten...
Im Moment sind noch einige deutsche Famulanten in Wuhan mit denen ich die letzten Tage viel Zeit verbracht habe.
Die einzige wirkliche Sehenswürdigkeit ist die gelbe Kranichpagode.
Hier war ich mit Lei aus Düsseldorf und ihrem Freund unterwegs. Mama hatte mir hier über einen Arbeitskollege den Kontakt vermittelt.
Sehr typisch für Wuhan ist die Mischung aus Nebel und Smog. Den blauen Himmel habe ich in der ersten Woche noch nicht wirklich gesehen. Hier sieht man die im Soviet Union Baustil erbaute Brücke über den Jankzi River.
Wuhan City
Blick in die Hinterhöfer
Wir waren unter anderem in einer kleinen Stadtoase auf der östlichen Seite des Jankzi- River - der Ostsee. Wuhan unterteilt sich in 3 Stadtteile, die früher mal 3 Millionenstädte waren: Hankou, Wuchang und Hanyang. Am Eastlake (Wuchang) war es leise(!) so dass man sogar Vögel hören können, nicht hektisch und wir waren komischerweise fast allein.
Die deutschen Famulanten....
Anschließend ging es richtig schön chinesisch Essen.
Das funktioniert so: 5 Personen bestellen sich 6 Gerichte (immer ein Gericht mehr, als man Teilnehmer ist, um das Gesicht zu wahren) und stellt alles in die Mitte. Jeder kann nun von jedem Gericht kosten und probieren! Neben schwarzen morschelartigen Pilzen, kleinen gebratenen Fischen gab es kleine Eiklößchen, Tofu und noch einiges anderes undefinierbares. Aber wo, wenn nicht mit 5 Leuten kann man besser solche Sachen ausprobieren. Aufessen darf man eigentlich nicht, um erneut das Gesicht zu wahren.
Yummy!
Gestern waren wir in der Stadt ein wenig unterwegs. Neben meinen ersten abenteuerlichen Erlebnisseen auf dem Moped im Straßenverkehr musst ich auch gestern wieder fest stellen, dass der Wuhaner Stadtverkehr ein eigenes Kapitel ist. Als Chinese fährt man Auto, wie man sich auch sonst auf öffentlichen Plätzen bewegt: rücksichtslos. Jeder versucht an der Ampel in der ersten Reihe zu stehen, daher fächern sich die Fahrspuren von den normalen zweien vor der Ampel in fünf oder mehr auf. Drängeln, kreuzen auf die Gegenfahrbahn nur um auf der Poleposition zu sein ist nichts Außergewöhnliches. Jedoch ist auch das warten an roten Ampeln eher selten, das soll heißen, egal ob rot oder grün, es wird so lang gefahren bis man steht - auch auf der Kreuzungsmitte.
Und so schiebt sich Tag ein Tag aus, eine Blechlawine durch die Wuhaner Straßen und ich mittendrin. Zwischen all diesen chaotisch fahrenden Autos gibt es noch Schwärme an Elektrorollern, die sich in alle auftuenden Lücken quetschen, Fußgänger, Fahrradfahrer und karrenschiebenden Einheimischen Chinesen.
Chinesischer Vekehr...
Gestern zum Mittag waren wir im 25. Stock eines Restaurants wirklich dekadent essen. Alles was das Herz begehrt. Neben Sushi, chinesischen Essen gab es aber auch Schokocroissant, einen ca. 70cm hohen Schokobrunnen und viele andere Leckereien. Das tollste war, das Restaurant hat sich auch noch gedreht und das alles nur für 12 Euro!!!!
Gestern Abend gab es lecker Nudel bei der Wok-Oma. Das Essen auf der Straße ist wirklich sehr lecker und unglaublich vielfältig. Das werde ich die nächsten Tage fleißig durchprobieren.
Vielen Dank für eure lieben Kommentare. Ich werde mich bald wieder mit neuen News melden!


