1. How low can you go?
Dies bezieht sich exakt auf die 5 Tage in Hongkong am Anfang und sollte unser Motto für diese tolle verrückte Zeit darstellen.
HOW -
Nach mal wieder verlorenem und wiedergefundenem Pass, kamen wir in dieser verrückten Stadt an und mussten uns erstmal zwischen Hochhäusern, Shopping Malls, Fliegenden Händlern, dem Meer und leider auch dem Smog und meinem Jetlag zurechtfinden. Da halfen nur gutes Essen von der Straße, Sonnenstrahlen und ein guter deutscher Tropfen aus dem Vogtland, den Jule zum Glück parat hatte.
LOW –
Am zweiten Abend stürzten wir uns in das Nachtleben. Angeblich sollte in Wan Chai – das ist ein Bezirk auf Hong Kong Island – Ladies Night sein. Seltsamerweise trafen wir dort nur Männer an und wollten schon fast wieder gehen. Schließlich trafen wir die dort wohl einzigen zwei weiblichen Wesen außer uns – was fatal endete. Denn zusammen mit weiteren 15.000 Soldaten der US Navy befanden sich die zwei schon gut angetüdelten Damen grade für ein paar Tage an Land, nachdem sie monatelang auf den Ozeanen rumgeschippert waren. Und die Jungs haben nur darauf gewartet, endlich ihr Geld flüssig zu machen. Ein lustiger Abend, bei dem unsere Geldbeutel absolut überhaupt nicht zum Einsatz kamen :-)
CAN - of Beer?
Oder doch besser Wein von Simon, dem Flying Winemaker? Den dritten Abend verbrachten wir im Partyviertel Lan Kwai Fong auf Hongkong Island. Zuvor hatten wir einen kleinen Weinladen gefunden, wo es angeblich eine Weinprobe for free gab. Dort haben wir Simon kennen gelernt und ihn danach sage und schreibe 4 Mal zufällig in dieser Millionenstadt wiedergetroffen Dafür war eindeutig ein bisschen mehr Wein fällig! Zusammen mit ihm und seinem Chef haben wir dann noch einen wahren Insider-Club in einem der vielen Hinterhöfe besucht, wo wirklich nur Einheimische waren – und das mitten im touristischen Partyviertel.
YOU - lia.
Am vorletzten Tag haben wir uns mit Julia aus Dresden getroffen und sind nach Stanley zum Strand gefahren. Dort war das Wetter leider ziemlich low, aber zumindest haben wir mal Strand gesehen. Abends haben wir dann noch Uwe und Alex, beides Bekannte von Jule, getroffen und gemütlich ein Bierchen an der Promenade in Kowloon mit Blick auf die Skyline getrunken.
GO - SILVESTER 2011/12 -
Der wohl beste Partyabend ever! Wie Jule schon ausführlich beschrieben hat, haben wir völlig underdressed erst in der zweiten Reihe beim Feuerwerk gestanden, anschließend eine Armani-Party gecrashed und zu guter Letzt den absoluten In-Club in Lan Kwai Fong bis in die Morgenstunden aufgemischt.
2. Ist es nun same, same oder different?
In Vietnam angekommen, machten wir natürlich dank unseres nicht-asiatischem Aussehens schnell Bekanntschaft mit den vielen Straßenhändlerinnen. An allen Ecken und Enden verkauften Frauen Sonnenbrillen, Zigaretten, Bücher, Armbänder, Schmuck, Obst und sonstiges allerlei. Am Anfang kann einen das ständige „Juu wonna baaaai somsing?“ richtig nerven! Irgendwann klappt es aber, einfach ein Lächeln aufzusetzen und dankend abzulehnen. Ein Satz, den wir nach anfänglichem Ablehnen eines Produkts dort öfters zu hören bekamen, war: „Noo… it’s same same, but different!“ Wir fragen uns noch heute, was die guten Frauen damit eigentlich sagen wollen. Irgendetwas muss es bedeuten, schließlich haben alle Verkäufer, ob Hanoi, Nha Trang oder Saigon, diesen Spruch parat gehabt – und das trotz mickrigem Englisch. Eigentlich kann man dies auf ganz Vietnam beziehen. Überall findet man eine aufgeweckte Kultur und Menschen, deren Leben hauptsächlich auf der Straße stattfindet und nicht in dunklen Wohnzimmern vor dem Fernseher. Überall werden alltägliche Dinge wie Essen oder Arbeiten im Freien ausgeführt.
Der Süden mag etwas westlicher sein als der Norden, dennoch ist diese Art zu leben überall „same same“. Und trotzdem different, da man, wenn man genauer hinsieht, auch Unterschiede entdeckt. So hat jede Stadt ihr eigenes „Nationalgericht“. In Hoi An beispielsweise durften wir neben den vielen Tailors auch das traditionelle Gericht Cau Lao kennen lernen: Eine spezielle Suppe mit Reisnudeln, geschnittenem Schweinefleisch, Minze und frischem Koriander, die es nur dort gab.
3. Was hat es mit den Spielkarten auf sich?
Hier eine etwas mysteriöse Erfahrung unserer Reise. Selbst in den verlassensten Gegenden, die wir besucht haben, fanden wir einzelne Spielkarten. Ob einfach nur auf der Straße liegend oder mitten im Sand steckend… sie tauchten einfach immer und immer wieder auf! Insgesamt besitzt unsere Sammlung nun drei Vieren, zwei Achter, eine Karo Zehn, einen Kreuzkönig und seltsamerweise zwei Mal den Herzkönig. (den ich laut Jule ja eigentlich verschenken sollte) Falls jemand Vorschläge oder Ideen hat, was es mit diesen Karten auf sich haben könnte, her damit! Ansonsten werde ich vielleicht mal Lotto spielen und auf jeden Fall die 4, 44, 48, 8, (…) tippen.
4. Wo bleibt eigentlich Jenny mit der Gitarre?
Mittlerweile weiß ich, dass Jule endlich eine Jenny getroffen hat. Sie ist leider nicht blond und kann wohl auch nicht Gitarre spielen, aber immerhin. Die Erklärung dazu: Unser kompletter Urlaub war seltsamerweise von Forrest Gump geprägt. Alles fing damit an, dass Jule in Hongkong nach dem einen oder anderen durch die Navy-Boys spendierten Drink den Satz brachte "Life is like a chocolate box, you never know what you're gonna get" - woraufhin der gute Navy-Jonathon gleich einen Forrest Gump-Clip auf seinem Iphone präsentierte. Am nächsten Morgen (oder besser Mittag) lernten wir unseren neuen Hostelzimmer-Mitbewohner kennen. Er hieß nicht nur Forrest, sondern kam unglaublicherweise auch noch aus Alabama. Am selbigen Tag machten wir uns auf in Richtung Peak auf Hong Kong Island - der höchsten Stelle mit einer phänomenalen Aussicht. Spaßeshalber scherzte ich noch, dass wir dort sicher Bubba Gump und seine Shrimps treffen würden. Wenig später leuchtete uns ein riesiges Werbeplakat an der Seilbahn zum Peak entgegen: "Bubba Gump Shrimp Co. - see you at the Peak!" - höchst mysteriös das Ganze. So stand Vietnam unter anderem ganz unter dem Motto: Wo ist eigentlich Jenny mit ihrer Gitarre? Denn auf einem Kudda waren wir schließlich dann in Hoi An gewesen..










