Die Woche verbrachte ich tagsüber im Krankenhaus und am Abend in der Nähe des Schreibtischs auf der vergeblichen Suche nach einer dermatologischen Eingebung. So viel vornweg - so richtig ist der Interessensfunke nicht übergesprungen. Da aber die Chinesische Laoshi (Lehrer) so nett war und uns mit einer Kleingartenanlage gewunken hat, konnte ich meine Vorbereitungen auf das Wesentliche beschränken und mich den wichtigeren Dingen im Leben widmen.
Prof. Yang hatte am Mittwoch seine Freunde zu einem "kleinen" Essen eingeladen und nannte als Anlass - mich. So viel zu Angeberei - natürlich hatte er den Kaiserraum reserviert...
Einzig englischsprachiges Lied war von Celine Dion - My Heart will go on, welches ich gleich - ohne berauschenden Flüssignahrung - zu Anfang singen durfte. Da dieses Lied nicht sonderlich einfach ist, war für mich dann der Abend aufgrund fehlender Gesangsqualitäten am Mikrophon gelaufen. Dafür durfte ich dann für Tanz, Trunk und Smalltalk herhalten..
Am Donnerstag durfte ich mein Mittagessen im 25. Stock über Wuhan genießen. Leider war die Aussicht wie immer versmogt, weswegen es keine sehenswerten Bilder gibt.
Die Klausur am Freitag war auch ein spannendes Erlebnis. Es gab nur offene Fragen, was für mich als verwöhnte Kreuzelstudentin schon erst einmal ein kleine Überraschung war. Denn nun galt es sinnvoll einige schlaue Wörter in gutem Englisch aneinander zu reihen und das auch noch zu allem Übel, wenn möglich richtig. Auch hier, stellt sich einmal wieder heraus, das blonde Haare ein Garant für Toleranz und eine Sonderstellung schlecht weg ist. Böse Zungen behaupten sogar, dass ich auch die Fragen auf deutsch beantworten könnte und ich dennoch eine gute Note erhalte. Ich werde berichten.
Ein indischer Kommilitone hatte es besonders gut mit der schriftlichen Vorbereitung für die Klausur gemeint und musst notgedrungen nach 30 Minuten sein schriftliches Meisterwerk unter diktatorischen Ausweisen aus dem Saal abgeben.
Den Freitagabend verbrachte ich dann nicht wie geplant im Zug nach Huangshan, sondern mit einigen Freunden aus Wuchang, einem anderen Stadtteil von Wuhan. Grund dafür war zum einen die sehr komplizierte Anfahrt zu dem Avatarbergen und zum anderen eine Einladung von Prof. Yang ins Hinterland von Wuhan.

Wie bereits schon eher erwähnt, ist dies irgendwie jedes mal wieder ein feierliches Erlebnis:
Neben Menschenmassen, die alle in Leopard gekleidet sind, chinesische Frauen auf 12cm Absatzschuhen, die dem Delirium näher sind als der Realität und Shows, die einen an Futurland in Disneyland erinnern, stellen einen oft vor die Frage in welcher Welt man hier eigentlich ist. Auf der anderen Seite steht man dann dekadent an einem Stehtisch und genießt großkotzig überteuerten Whisky, den man ja sowieso wieder von irgendjemand ausgegeben bekommt.

Am Samstag kam ich mit Myrthe aus Ulm, die in Wuhan im ersten Semester Medizin studiert, der Einladung von Prof. Yang nach. Gemeinsam ging es mit einem eigenen Reiseführer nach Xiaoming, einer ca. 1,5 Stunden Fahrt entfernten Stadt im Osten von Wuhan.
Dort "wanderten" wir erst durch die umgebenden Berge und "genossen" den smogreichen Ausblick.
Ein ganzer Wald nur aus Bambus und am Straßenrand mit chinesischer Gravur
Familienfest auf dem Weg zum "Gipfel"... einfach nur süß...

Im Land des Lächelns...
Nach edlem Essen ging es gemeinsam in die nahegelegenen Hot Springs. Hier gab es erneut hautschuppenfressende Fischlein, verschiedene Whirl Pools, Spaß- und Bademöglichkeiten und u.a. auch sehr entspannende, heiße Steine. Auf diesen heißen Platten bekamen wir dann liegend noch eine ausgiebige Fußmassage und durften danach in einer Art Eierkochen eine Dampfsauna genießen. Das alles war schon ziemlich abgehoben, manchmal auch etwas befremdlich oder doch schon irgendwie erlebenswert. Um jetzt sämtliche Hetzerei und Lästerei vorne weg zu nehmen - mal ehrlich, wer würde schon zwei blonden, großen Mädels aus Deutschland in China von der Poolkante schupsen? :)
Ohne mit der Wimper zu zucken finanzierte uns Prof. Yang großzügig, selbstverständlich und auch irgendwie großkotzig den ganzen Tag. Nicht zu vergessen war das Abendbrot mit Froschschenkel und Co..
Den gestrigen Tag ließ ich in aller Ruhe angehen und nutzte die Zeit um auch etwas bewusster durch die Straßen zu gehen. Hier einige Impressionen...

Rentner, die auf den Straßen zocken...

An jeder Ecke werden Häuser abgerissen und in windeseile wieder aufgebaut...
Nachmittags traf ich mich mit Anna, Sinologiestudentin an der FH in Zwickau, die für 1 Jahr in China bleiben wird. Ja, richtig die Sachsen sind überall! Mit ihr erkundete ich den Tauistischen Tempel und verbrachte den Nachmittag wild schnattert über Zwickau und Co.


Am Abend sollte es ein weiteres Highlight in der "kleinen" Konzerthalle von Wuhan auf uns warten. Wie gerade gesagt - die Sachsen sind überall - durften wir zum Sonntagabend ein grandioses Konzert der Blasmusiker aus Thum im Erzgebirge in pompösen Ambiente erleben. Abwechslungsreich, kreativ, vielfältig und spaßig bereiteten uns das Orchester, welches größtenteils aus Studenten besteht, einen hochkarätigen Abend.

Den geplanten Clubabend für heute mussten wir aufgrund fehlender Teilnehmer absagen...
Für die kommende Woche stehen neben Krankenhaus, Badminton, Chinesischkurs und anderen Kleinigkeiten nicht viel an. Das Wochenende werde ich mit den amerikanischen Leuten aus Hainan in Nanjing verbringen. Am Tag meines Geburtstags wird gleich noch Halloween in einer Bar gefeiert, in der zwei US-Boys als Blues Brothers auftreten und ordentlich für Stimmung sorgen wollen. Da ich bereits gute Erfahrung mit dem Partyverhalten dieser Lehrer gemacht habe, kann das nur ein grandioses Wochenende werden!
Bis bald und dann schon wieder ein Jahr älter, aber noch immer die Gleiche ;)...
Die Klausur am Freitag war auch ein spannendes Erlebnis. Es gab nur offene Fragen, was für mich als verwöhnte Kreuzelstudentin schon erst einmal ein kleine Überraschung war. Denn nun galt es sinnvoll einige schlaue Wörter in gutem Englisch aneinander zu reihen und das auch noch zu allem Übel, wenn möglich richtig. Auch hier, stellt sich einmal wieder heraus, das blonde Haare ein Garant für Toleranz und eine Sonderstellung schlecht weg ist. Böse Zungen behaupten sogar, dass ich auch die Fragen auf deutsch beantworten könnte und ich dennoch eine gute Note erhalte. Ich werde berichten.
Ein indischer Kommilitone hatte es besonders gut mit der schriftlichen Vorbereitung für die Klausur gemeint und musst notgedrungen nach 30 Minuten sein schriftliches Meisterwerk unter diktatorischen Ausweisen aus dem Saal abgeben.
Den Freitagabend verbrachte ich dann nicht wie geplant im Zug nach Huangshan, sondern mit einigen Freunden aus Wuchang, einem anderen Stadtteil von Wuhan. Grund dafür war zum einen die sehr komplizierte Anfahrt zu dem Avatarbergen und zum anderen eine Einladung von Prof. Yang ins Hinterland von Wuhan.
In Wuchang glühten wir in Helen's Cafe, einer Bar, die nur von Ausländer besucht wird, erst fleißig vor und zogen danach weiter in einen Chinesischen Club in Han Kou.
Myrthe, Carlos, Basti und Prim
Wie bereits schon eher erwähnt, ist dies irgendwie jedes mal wieder ein feierliches Erlebnis:
Neben Menschenmassen, die alle in Leopard gekleidet sind, chinesische Frauen auf 12cm Absatzschuhen, die dem Delirium näher sind als der Realität und Shows, die einen an Futurland in Disneyland erinnern, stellen einen oft vor die Frage in welcher Welt man hier eigentlich ist. Auf der anderen Seite steht man dann dekadent an einem Stehtisch und genießt großkotzig überteuerten Whisky, den man ja sowieso wieder von irgendjemand ausgegeben bekommt.

Am Samstag kam ich mit Myrthe aus Ulm, die in Wuhan im ersten Semester Medizin studiert, der Einladung von Prof. Yang nach. Gemeinsam ging es mit einem eigenen Reiseführer nach Xiaoming, einer ca. 1,5 Stunden Fahrt entfernten Stadt im Osten von Wuhan.
Ein ganzer Wald nur aus Bambus und am Straßenrand mit chinesischer GravurOhne mit der Wimper zu zucken finanzierte uns Prof. Yang großzügig, selbstverständlich und auch irgendwie großkotzig den ganzen Tag. Nicht zu vergessen war das Abendbrot mit Froschschenkel und Co..
Den gestrigen Tag ließ ich in aller Ruhe angehen und nutzte die Zeit um auch etwas bewusster durch die Straßen zu gehen. Hier einige Impressionen...
Nachmittags traf ich mich mit Anna, Sinologiestudentin an der FH in Zwickau, die für 1 Jahr in China bleiben wird. Ja, richtig die Sachsen sind überall! Mit ihr erkundete ich den Tauistischen Tempel und verbrachte den Nachmittag wild schnattert über Zwickau und Co.
Am Abend sollte es ein weiteres Highlight in der "kleinen" Konzerthalle von Wuhan auf uns warten. Wie gerade gesagt - die Sachsen sind überall - durften wir zum Sonntagabend ein grandioses Konzert der Blasmusiker aus Thum im Erzgebirge in pompösen Ambiente erleben. Abwechslungsreich, kreativ, vielfältig und spaßig bereiteten uns das Orchester, welches größtenteils aus Studenten besteht, einen hochkarätigen Abend.
Den geplanten Clubabend für heute mussten wir aufgrund fehlender Teilnehmer absagen...Bis bald und dann schon wieder ein Jahr älter, aber noch immer die Gleiche ;)...






