Dienstag, 17. Januar 2012

Vietnam, here we are!

Nachdem also unser Auftakt der Reise in Hong Kong ganz gut geglückt war, sollte der Start in Vietnam nicht ganz so rund ablaufen. Mahoma verpasste seinen Flieger und Mira stand ohne Gepäck in Hanoi auf dem Flughafen. Nach 3 Stunden Schlaf, Busfahrt, Flug und Co. war verständlich, dass kurzzeitlich die Emotionen blank lagen. Da ich jedoch mit meine 19 Kilo Klamotten eine ganze Fußballmannschaft hätte ausstatten können, war das alles halb so wild und Mira überlebte es bis zum darauffolgenden Tag mit meiner Kleidung. Für den ein Tag ohne Gepäck gab es immerhin satte 30$ für Zahnbürste und Co.


2.1.2012 Mira auf der Suche nach einem besseren Karma für das Jahr 2012...


Hanoi ist eine super Stadt, überall Kneipen mit kleine Plastehocker auf deinen Streetfood serviert wird, MILLIONEN an Mopeds, Hektik und enge Gassen in denen sich natürlich selbstverständlich die Moped hindurchzwingen. *grinz*
Spannend dabei ist, dass die Stadt 66 solche kleine Gassen besitzt in denen man in jeder Gasse etwas anderes bekommt. Aber in der Gasse selbst, das Gleiche. Also kann es gut sein, dass eine Straße nur Werkzeug oder nur Blumen oder Kleidung verkauft!

Den Abend nutzen wir sofort um die kulinarischen Feinheiten von Vietnam zu entdecken und die 30 $ der Fluggesellschaft für unsere Schönheit zu verprassen. Neben Maniküre gab es am darauffolgenden Tag noch eine erholsame Massage.
Da auch am darauffolgenden Tag Petrus nicht auf unserer Seite war, entschlossen wir uns am nächsten Tag für eine zweitägig Tour in die Halong Bay.

Die Halong Bay ist wohl eines der Highlights in Vietnam! Wir hatten die große Ehre sie nicht in der Sonne sondern im mystischen Regen - Nebel - Mix zu entdecken...


Eben etwas anderes. Auf einem Boot ging es durch die skurril anmutenden Bergformationen zu einer Höhle, kleinen Insel und eine Bucht, wo wir übernachteten.





Am Abend wurden wir kreativ und bauten uns aus Flyern und anderen Papierresten ein Pokerset und entspannten auf unseren Kudda mit Holländern, Portugiesen, Chinesen, und HK-Chinesen.
Wirklich schön und beeindruckend, wobei ich stark an meinen Tour durch Yangshou in China erinnert wurde. Sicherlich wäre das ganze noch etwas schöner bei Sonnenschein und Wärme gewesen, leider sollte das Glück nicht auf unserer Seite sein.

Gleich im Anschluss fuhren wir mit dem Nachbus in die alte Kaiserstadt Hue. Nachtbus, wie muss man sich so etwas vorstellen?

Ein Bus in denen drei Leute in den vorderen Reihe, weiter hinter bis zu 5, in zwei Etagen halb liegend aufeinander aufgereiht sind. In die Gänge werden nach und nach wie immer Kisten, Kartons und letztlich auch Vietnamesen "aufgefüllt", die dann auf Matratzen schlafen. Abendbrotstopp war in der Nacht um halb 2 in einer Raststätte, die auch meinem durchtrainierten Magen nicht zumutbar war, mit einer Toilette die eher mehr einem Donnerbalken gleichte. Zum Glück hatte ich von Myrthe noch den Schal und die Mütze dabei, denn die Vietnamesen meinten es gut mit der Klimaanlage - puh!
7 Uhr Ankunft in Hue - Regen! Egal, wir duschen und stürzten uns in das Gewühl, kauften zwei neue Regenjacken und schauten uns die kleine "Verbotene Stadt" an! Nicht wirklich beeindruckend im Vergleich zu den Dimensionen in Beijing mussten wir dann notgedrungen in den Gassen unser Geld in Klamotten und Essen investieren..




Winkekatze!


Am darauffolgenden Tag brachte uns unser Open Bus Ticket (ein Ticket, was wir uns für 55$ gekauft haben, welches uns von Hanoi bis nach Saigon mit 6 Zwischenstopps transportiert) nach Hoi An!

Dort angekommen, war der erste Kommentar meinerseits: "hier riecht es nach Geldausgeben!". Und es kam so wie es kommen musste: 6 maßgeschneiderte Kleider, zwei paar Schuhe und einige andere Kleinigkeiten standen nach 3 Tage bummeln auf der Habenseite! Was für eine schöne Stadt. Hier und da dachte man, man sei in irgendeinem kleinen Fischerdorf in Frankreich: Baguette, wunderschöner Architektur und einfach toller Atmosphäre ließen uns 4 Tage in dieser tollen Stadt verweilen.








Dabei sei natürlich zu erwähnen, dass meine liebe Mira am 7.1. ihren 23 Geburtstag hat feiern dürfen. Abends verbrachten wir gemütlich in einer Bar. Leider hatte der vietnamnesische Vodka nicht die gewünschte Qualität, was am darauffolgenden Tag für die ein oder andere cerebrale Nebenwirkung sorgte.
Mein Geschenk für Mira war ein Besuch in einem kleinen Dorf in der Nähe von Hoi An. Dort erörterte uns Mr. Phong in alle Geduld und Ruhe, die historischen Hintergründe zu Nord und Südvietnam, die Kriege und letztlich die heutige Situation in Vietnam. Im Anschluss besichtigten wir das Dorf, auf dem er lebte und genossen vielfältig und super zubereitetes Essen seiner Frau.
Einheimische fiebern mit beim Hahnenkampf..




Zu unserem Glück war auch noch an jenem 7.1 Vollmond, welches ausgiebig in Hoi An gefeiert wird. Die ganze Stadt wird mit Lichtern erleuchtet, kleine Papplicher schwimmen auf dem Fluss und an jeden Ecke singen und tanzen die einheimischen! Unglaubklich schön!



Geburtstagsknübbeln :)

Am Montag,09.01.2012, fuhren wir zu den hinduistisch - historisch Ruinen von My Son. Vergleichbar mit Ankor Wat erkundeten wir die Ruinen und fuhren anschließend mit dem Boot zurück.
Durchaus interessante Ruinen...

Am gleichen Abend, sonnensüchtig wie wir waren, ging es erneut in den Nachtbus gen Süden - Ziel Nha Trang!

Leider hatte es Petrus nicht gut mit uns gemeint, weswegen wir 2 Tage im Regen mit einem traumhaften Strand vor der Haustür, dann doch nur in der Bar und auf dem Zimmer verbringen durften.

12.01.2012 Endlich im Süden angekommen - Mui Ne! Strand, Palmen, Wellen, Sonne, Sommer - wir haben es geschafft! Mit Wind in den Haaren, Banane in der Hand und gutaussehenden Kitesurfern verbrachten wir drei weitere Tage gemeinsam in Mui Ne.

Besonderes Highlight war der Sonnenaufgang in den nahegelegenen Dünen, eine Wanderung durch die fairy springs zu einem Wasserfall sowie die Besichtigung des Fishing Village!





ENDLICH STRAND!


*Winkekatze *


Am 15.01.2012 hieß es dann schon wieder Abschied nehmen von Mira. Ja, es gibt tatsächlich Menschen, die in die Uni müssen, lernen und nun Vollgas durchstarten dürfen! Ich hoffe, sie bekommt das alles irgendwie hin! Wir hatten eine super Zeit, haben viel gelacht, tolle Sachen gesehen, verrückte Dinge gegessen, viel zu viel geredet und vor allem uns gut vertragen :). Ich glaub so schnell werden wir zwei unsere 3 Wochen in Asien nicht vergessen!

Ich habe derweilen noch 3 Tage in Mui Ne eine gesunde Bräune angenommen und werde morgen nach Dalat in die Central Highlands fahren. 1 Tagestour auf dem Moped und ein wenig wandern stehen dort auf den Plan, ehe es am 20.01 nach Saigon für das Tet Festival geht. Tet, ist das chinesische Neujahresfest und ist wohl vergleichbar wie Weihnachten in Deutschland. Im Anschluss möchte ich noch eine zweitägige Mekongdeltatour unternehmen um noch einiges Tage auf der Insel Phu Quoc im Südwesten von Vietnam zu verbringen, ehe es am 2.2.2012 in den Flieger zu auf die andere Seite des Pazifiks geht...

Bis dahin!
;)

PS.: Unsere bzw. meine Tour:

A= Hanoi, B= Hue, C= Hoi An, D= Nha Trang, E= Mui Ne, F= Dalat, H= Saigon, I= Phu Quoc

Sonntag, 15. Januar 2012

Hong Kong BiAtch!

Nun sollte also die richtige Reiserei losgehen:

Meine Abreise in Wuhan begann früher als geplant. Myrthe und Mimo hatte mich kurzerhand zum morgendlichen Frühstück (4 Uhr!) eingeladen gehabt und waren deshalb extra 45 Minuten Taxi gefahren nur um sich von mir zu verabschieden! Wow!

Crazy people!

Bye bye kaltes Wuhan.. als Erinnerung, gab es von Myrthe Mütze und Schal und die Weihnachtsdeko von MC

Mit einem weinenden Auge und natürlich auch einem freudigen Auge ging es als von Wuhan nach Shenzhen, der letzten chinesischen Stadt vor HK. Fix über die Grenze, Stempel und zack ging Google, FB und Co wieder - schon witzig. In freudiger Erwartung auf Mira musste ich im Hostel feststellen, dass weder Mira da ist, noch mein chinesisches bzw. deutsches Telefon hier funktionierten. Irgendwie gibt es ja immer eine Lösung, also dauerte es noch 30Minuten ehe ich, die etwas blass um die Nase wirkende, Mira fest umarmen konnte. Grund dafür? Klar Jetlag und ein morgendliche Schock, als Mira feststellte, dass ihr Pass verschwunden war. Minuten der Panik, Horrorszenarien und viel Adrenalin gegen 7 Uhr morgen. Oh Mann! Wie auch immer, der Pass wurde gefunden und Mira erleichtert.
Also konnte das Abenteuer HK mit Mira und Jule starten.

Guter vogtländischer Schnaps zur Begrüßung und Beruhigung

Den ersten Tag verbrachten wir bei Sonnenschein am Hafen von Hongkong. Für mich war es ein Revival, denn ich durfte bereits 2006 diese vielfältige Stadt erkunden. Aber wie das so ist bei guided tours mit Mama, bleibt halt irgendwie doch nicht so viel hängen.

Da wir beide relativ erschöpft waren von den vorherigen Ereignissen hielten wir es für besser den ersten Abend für Schlaf, Akklimatisierung und Schönheit zu verwenden.

Falsche Stadt..;)

Die darauffolgenden Tage verbrachten wir zwischen den Hochhäuserschluchten von Hongkong Island, Stanley Beach und Kowloon. Unglaublich verrückt, wenn man weiß, dass Hongkong zu 70 % aus Grünfläche besteht und dann doch so weit das Auge reicht nur Wolkenkratzer stehen.

Stanley Beach mit Julia

800m Rolltreppe..

Hin und wieder kamen bei mir die Erinnerungen hoch.

Hier war ich schon mit MuD ;)

Victorias Peak!
by night..


Doch nicht nur die Stadt galt es für Mira zu entdecken, nein auch beispielsweise die Verhaltensweisen beim Überqueren von Straßen, das gute kantonesische Essen und viele andere kleine Dinge , die für mich schon längst alltäglich waren. Umso schöner, es ein zweites Mal zu entdecken und Mira hin und wieder kulturell zu schocken ;)!

How to cross a road...Mira failed ;)

Streetfood!

Yummy!

Zu den Abendveranstaltungen und unseren schwer philosophischen Fragen wird Mira noch einen Beitrag schreiben, der hier veröffentlicht wird.


Jedoch habe ich die Ehre noch einige nette Details von unserem Silvesterabend zu beschreiben. Nachdem wir den Tag recht entspannt zwischen Parkanlagen in Kowloon, Vogel- und Blumenmarkt verbracht hatten, ging es mit Julia, Freundin aus DD, die ich in China kennen gelernt hatte, zum Koreaner edel Essen.

Gegen 22 Uhr wagten wir uns doch tatsächlich noch an die Hafenpromenade, in der Hoffnung vielleicht in der letzten Reihe noch ein Plätzchen zu ergattern. Pustekuchen - etwas Scharm, deutsches Drängeln, ein Lächeln und zack standen wir in der zweiten Reihe mit besten Blick auf die Hongkonger Skyline! In freudiger Erwartungen auf das Feuerwerk unseres Lebens verdrückten wir uns das natürlichste aller Bedürfnisse - Mädchen halt..


Endlich 0 Uhr kam es zum heißersehnten Feuerwerk, was bereits nach 5 Minuten schon wieder erloschen war. Was für eine Enttäuschung, was für ein Reinfall, aber hey, wir standen in der zweiten Reihe! Ein Kamerateam nach dem Anderen sauste derweilen an uns vorbei und wir konnten es irgendwann auch nicht lassen unsere Grüße in die Welt zu verschicken mit der Gewissheit, es schaut ja sowieso keiner an. Auch dies war mal wieder eine vollkommen Fehleinschätzung, denn unser Interview wurde angeblich in ganz China und Hongkong live übetragen - gut das wir nur sinnvolle Dinge zum Besten gegeben haben..

Also starteten wir, wohl gekleidet in zerrissener Jeans, schmuddeligen Turnschuhe, Plastiktüte mit Bierdosen und Sekt in die Partymeile von Hongkong. Wie bereits oben erwähnt mussten wir dann wirklich ziemlich dringend ein Örtliche aufsuchen und stoppten bei der erst besten Möglichkeit im IFC Gebäude auf Hongkong Island. Nichtsahnend fuhren wir mit dem Fahrstuhl eine Etage nach oben, als dort laute Musik in unsere Ohren schallte. Schnell durch den schwarzen Stoffvorhang und schwups standen wir auf einer Party, bei dir wir nach nur wenigen Minuten realisierten, hier ist irgendetwas anders, als auf den bisherigen Feiern. Keine Frau war ohne Minikleid und Highheels, kein Mann ohne durchgestyltes Outfit und natürlich kam in uns die schwerwiegenden Frage auf, wo waren wir denn hier gelandet? Na..Vorahnungen? Richtig, eine Giorgio Armani Party! Und wir mitten drin, ohne Eintritt, ohne Outfit, mit Dosenbier und Plastikbeutel! Na klasse! Was für eine Aktion!

Nach 1 Stunde Party entschieden wir uns dann doch dieses Etablissement zu verlassen, in der Hoffnung, die nächste Party sei nur halb so dekadent! Leider gestaltete sich der Weg zu unsere nächsten Lokation etwas schwieriger als gedacht. Denn wir waren nicht die einzigen, die das neue Jahr gebührend beginnen wollten. Das wusste wohl auch die werten Freunde in Grün, sodass das komplette Partyviertel von HK Island zu einem einzigen Einbahn-Fußwegsystem umfunktioniert wurde. Nach 1 Stunde schupsen, schieben und drängeln konnten wir dann endlich einer Einladung in den Club Dragons Eye nachkommen. Doch als wir davor standen, mussten wir ernüchtern feststellen, hier sind wir erneut total underdressed! Aber wozu gibt es Connections. Julia hatte bei einer Schifffahrt einen Typen kennengelernt, der uns freudiger Weise kostenlos in den Laden mit nur einem leichten Kopfnicken brachte und wir erneut zwischen Highheels, Champagner und Designeranzug standen. Keine 10 Sekunden vergingen und wir waren mit Getränk, welches bei weiten unser Budget überzog, ausgestattet.
HAHAHA - Outfit failed!

Wie verrückt eine Gesellschaft schon sein kann, wir feierten fleißig bis in die Morgenstunden, investierten keinen Cent und trafen dann wirklich noch um 7 Uhr morgens Uwe und seinen Kumpel Alex im McDonalds in HK! Die beiden hatten wir am Abend vorher getroffen und beschlossen, dass wir unabhängig voneinander feiern! Die Welt ist ein Dorf!

Fortsetzung zu Vietnam folgt!

Weihnachten

Auch wenn etwas verspätet, aber besser jetzt als nie:

Mein diesjähriges Weihnachtfest war ja schon wie angekündigt anders als all die Jahre zuvor. Mittag verbrachte ich mit Jutta und Susanna in der Mensa und am Nachmittag stürzten wir uns mit vielen Millionen Menschen in das Getümmel von Wuhan. So etwas hatte ich auch noch nicht erlebt. Menschen soweit das Auge blicken konnte auf der Suche nach dem besten Schnäppchen und dem günstigsten Angeboten und weit und breit nichts von Besinnlichkeit, Ruhe und weihnachtlicher Stimmung - abgesehen von dem Getutel aus den Lautsprechern der kleinen Läden.

Destination unserer Tour war eine katholische Kirche, die einen chinesischen Gottesdienst hielt. Auch hier kann ich nur so viel sagen: laut, voll, hektische, anders, chinesisch und irgendwie erlebenswert! Beim Marsch durch die Kirche gab es neben Hirte und Co. auch den Weihnachtsmann der sich im Kreise der Betenden einreihte - sehr skurril!

In der Kirche...


Am Abend gab es noch eine leckere Nudelsuppe, Glühwein aus dem Wasserkocher und Pfefferkuchen aus Shanghai bei Jutta! Wenigstens ein bisschen Weihnachten.
Zum Glück gibt es dank Multimedia, Skype und Co. die Möglichkeit mit der Heimat zu kommunizieren, sodass ich dann doch nicht mittendrin, aber live dabei war bei der heimatlichen Bescherung.

Die restlichen Tage verbrachte ich dann damit mich von meinen chinesischen Freunden zu verabschieden, meine Millionen Kilo Gepäck irgendwie sinnvoll zusammen zu packen und mich auf die Zeit in Hong Kong und Vietnam zu freuen.