你好,
Wuhan, 23.12.2011, ein Tag vor Weihnachten, Sonnenschein und vieles zu berichten.
Langsam aber sicher kam nun etwas Weihnachtstimmung in meinem Wuhaner Leben an. Das Ganze begann Freitagabend, als die Musikhochschule von Wuchang alle ausländischen Lehrer zu ihrer Weihnachtsaufführung eingeladen hatte. Da Jutta ihre Karte nicht wahrnehmen konnte, hatte ich das Glück mit Chinesen und ca. 200(!!!) anderen ausländischen Lehrer in Wuchang ein tolles chinesisches "Weihnachtkonzert" mitzuerleben.
Weihnachtkonzert trifft es nicht so ganz, denn es wurde kein einziges Weihnachtslied gespielt und außer der Weihnachtsdeko kam eher weniger Weihnachtstimmung auf. Stattdessen brillierten die Studenten am Klavier, als Ensemble an der Guzheng (ein chinesisches Instrument, was man mit Zither vergleichen könnte), bei akrobatischen Kunststücken, als Orchester und zu guter letzt auch bei der Beijing Oper!
Nach zwei abwechslungsreichen Stunden zog ich noch einmal mit Myrthe um die Häuser und landete nach fünf Club-/Barbesuchen morgens um halb 7 im Bett!
Der darauffolgeden Tag begann dann dementsprechend verspätet und endet in einer Shoppingmall, in der wir uns dann ganz Mädchenlike die Fingernägel lackieren ließen. Bei den Preisen war einfach die Versuchung zu groß ;).
Am gleichen Abend ging mein Adventsmarathon weiter, denn Jutta hatte zum deutschen Winterstammtisch im Tongji Campus eingeladen gehabt. Hier trafen sich chinesische Deutschlehrer, Studenten sowie alle Liebhaber von Glühwein, Stollen & Co. zum gemeinsamen Beeinandersein und Liedersingen.
Nach einem kleinen Konzert der Chinesen wurden wir dann als Deutsche gebeten unsere Gesangskünste zum Besten zu geben. Da es zu diesem Zeitpunkt unsererseits ein wenig an Kreativität und Spontanität haderte, ergriffen drei Franzosen kurzerhand das Gesangszepter und trällerten frisch und munter Petit Papa Noel.
So konnten wir nun auch nicht von der Bühne ziehen und entschlossen uns für eine melodie- und harmoniefreie Version von Oh Tannenbaum. Ich glaube zwei Glühweine später, wäre das ganze Unterfangen besser gelungen. Sei's wie's sei! Ein lustiger, bunter und internationaler Abend!
Den Vierten Advent verbrachte ich dann mit der Zwickauer Connection beim gemeinsamen Basteln! Ja, wir saßen mit unseren 22-26 Jahren im Kreis mit Glühwein, Lebkuchen, Rolling Stones und haben fleißig Weihnachtsterne und Co. zugeschnitten und geklebt...
Kurzerhand entschloss ich mich am Montag noch einen dreitägigen Trip in die Nachbarprovinz Hunan zu starten. Am Dienstagmorgen traf ich mich nach einer rasanten und luxeriösen Fahrt (bis zu 300km/h) mit Uwe aus Köln in Heng Shan.

Der Heng Shan ist der südlichste der fünf heiligen taoistischen Berge in China. Nach 4 Stunden straffen Bergaufwandern genossen wir die "Aussicht" auf 1300m!



Am Abend fuhren wir in das ziemlich unspektakuläre Changsha um am Mittwochmorgen nach Zhangjiajiè (ja, auch wieder eines der unausprechbaren Orte Chinas..) zu kommen. Berühmt ist dieses Örtchen durch den 3D Film Avatar und seinen fliegenden Berge, auch Avatar Hallelujah Mountain gennant, im Jahr 2010 geworden.
Da es am Mittwoch alles andere als schön war, entschieden wir uns für eine ruhigere Variante, schlenderten ein wenig durch die Stadt, kämpften uns zur Zugstation und ließen den Abend in aller Ruhe ausklingen.
Den Donnerstag verbrachten wir erneut wandernd zwischen diesen skurrilen Bergformationen, vielen putzigen Affen und leider auch wieder Nebel. Dennoch war es sehr beeindruckend und schön! Zeit für lustige Bilder und Oden an den Tannenbaum waren natürlich selbstverständlich. Da wir das Ganze so gut wie allein genießen durften, war diese Tag rundum erlebenswert!

Um 18 Uhr brachte die Bimmelbahn Uwe nach Changsha und mich um 4 Uhr nachts nach Wuhan zurück.
Mein morgiges Weihnachtsfest wird wohl anders nicht sein können. Ohne Weihnachtsbaum, Räuchermann, Kerzenschein und Sing Sang! Dafür werde ich mit Jutta und Myrthe in die Kirche gehen und danach mich in die shoppenden Massen stürzen - also definitiv nicht allein. Dabei sollte erwähnt sein, dass das Weihnachtsfest eine Art Black Friday von China ist an dem man die besten Schnäppchen bekommen wird - warten wir's mal ab...
Nun sind also meine Tag in Wuhan gezählt und ich schaue schon etwas wehmütig auf die letzten Monate, die verrückter nicht sein könnten, zurück! Abschied nehmen ist immer doof! Aber auch hier heißt es wieder, jeder Abschied ist der Anfang einer Reise! Diesmal geht die Reise in die Wärme und ich kann es kaum erwarten am Dienstag bei 20 Grad zwischen den Wolkenkratzer von Hongkong zu schlendern oder in einer Woche irgendwo in Vietnam zu sein!
Vorher möchte ich natürlich euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten wünschen und mich für eure Anteilnahme an meinen Geschichten und Erlebnissen bedanken! Rutscht gut in das neue Jahr und bleibt gesund!
Wann es einen nächsten Bericht gibt, weiß ich nicht, aber da in HK sowie in Vietnam die Internetseiten nicht mehr blockiert werden, wird es wohl früher oder später einen kleinen Zwischenbericht von mir geben.
Bis dahin, 圣诞快乐!

Der Heng Shan ist der südlichste der fünf heiligen taoistischen Berge in China. Nach 4 Stunden straffen Bergaufwandern genossen wir die "Aussicht" auf 1300m!

Trotz Nebel hatte sich der Aufstieg gelohnt gehabt!
Am Abend fuhren wir in das ziemlich unspektakuläre Changsha um am Mittwochmorgen nach Zhangjiajiè (ja, auch wieder eines der unausprechbaren Orte Chinas..) zu kommen. Berühmt ist dieses Örtchen durch den 3D Film Avatar und seinen fliegenden Berge, auch Avatar Hallelujah Mountain gennant, im Jahr 2010 geworden.
Da es am Mittwoch alles andere als schön war, entschieden wir uns für eine ruhigere Variante, schlenderten ein wenig durch die Stadt, kämpften uns zur Zugstation und ließen den Abend in aller Ruhe ausklingen.
Den Donnerstag verbrachten wir erneut wandernd zwischen diesen skurrilen Bergformationen, vielen putzigen Affen und leider auch wieder Nebel. Dennoch war es sehr beeindruckend und schön! Zeit für lustige Bilder und Oden an den Tannenbaum waren natürlich selbstverständlich. Da wir das Ganze so gut wie allein genießen durften, war diese Tag rundum erlebenswert!

Um 18 Uhr brachte die Bimmelbahn Uwe nach Changsha und mich um 4 Uhr nachts nach Wuhan zurück.
Mein morgiges Weihnachtsfest wird wohl anders nicht sein können. Ohne Weihnachtsbaum, Räuchermann, Kerzenschein und Sing Sang! Dafür werde ich mit Jutta und Myrthe in die Kirche gehen und danach mich in die shoppenden Massen stürzen - also definitiv nicht allein. Dabei sollte erwähnt sein, dass das Weihnachtsfest eine Art Black Friday von China ist an dem man die besten Schnäppchen bekommen wird - warten wir's mal ab...
Nun sind also meine Tag in Wuhan gezählt und ich schaue schon etwas wehmütig auf die letzten Monate, die verrückter nicht sein könnten, zurück! Abschied nehmen ist immer doof! Aber auch hier heißt es wieder, jeder Abschied ist der Anfang einer Reise! Diesmal geht die Reise in die Wärme und ich kann es kaum erwarten am Dienstag bei 20 Grad zwischen den Wolkenkratzer von Hongkong zu schlendern oder in einer Woche irgendwo in Vietnam zu sein!
Vorher möchte ich natürlich euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten wünschen und mich für eure Anteilnahme an meinen Geschichten und Erlebnissen bedanken! Rutscht gut in das neue Jahr und bleibt gesund!
Wann es einen nächsten Bericht gibt, weiß ich nicht, aber da in HK sowie in Vietnam die Internetseiten nicht mehr blockiert werden, wird es wohl früher oder später einen kleinen Zwischenbericht von mir geben.
Bis dahin, 圣诞快乐!

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